Digitalkonsul - Alexander Wendt

Zwischen Rehkitzen und wilden Säuen verbrachte ich meine ersten Lebensjahre und auch die meisten folgenden, inmitten der Lüneburger Heide, am Rande des Hamburger Speckgürtels. Aufgewachsen in einer künstlerischen Familie und inspiriert von strahlend gelben Rapsfeldern, entdeckte ich schnell mein Interesse für Computer.
Nach dem ich mein Abitur in Lüneburg abgelegt habe, leistete ich meinen Zivildienst bei der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg. Diese Zeit war sehr interessant für mich, da bei der Arbeit mit gehandicapten Menschen, ganz andere Dinge im Vordergrund stehen und Menschlichkeit ganz groß geschrieben wird. Ich glaube auch, dass jeder Mensch, einmal solch eine Erfahrung machen sollte. Welche Erfahrungen er daraus mitnimmt, ist jeder Person selbst überlassen. Auch konnte ich diese Zeit nutzen, um Entscheidungen über meinen weiteren Werdegang zu treffen und so war es auch kein Zufall, dass ich ausgerechnet im Zivildienst-Magazin eine Anzeige für das Studium „Crossmedia & Online-Management“ gefunden habe. Da es eigentlich für mich schon immer fest stand, einmal nach Hamburg zu ziehen, informierte ich mich ausführlich über diesen Studiengang und entschied ab dem Wintersemester 2007 an der MHMK Hamburg zu studieren.
Die Lehre über die Verknüpfung verschiedener Medienkanäle, mit der Option eines Rückkanals, reizte mich von Anfang an. Für mich stand, auch aus persönlicher Nutzung heraus, fest, dass klassische Medien an Bedeutung verlieren werden und wir in Zukunft auch das mobile Web mehr nutzen werden. So wie es in anderen Ländern, wie z.B. Japan, schon lange der Fall war.
Das Studium und Hamburg entpuppten sich schnell als richtige Entscheidung. Schon vor Beginn, kam ich wie viele zu dieser Zeit das erste Mal mit einem sozialen Netzwerk (studiVZ) in Kontakt und war auch schnell einer der deutschen Pioniere auf Facebook. Zu dieser Zeit war schon abzusehen, welche Entwicklung Social Media nehmen wird und ich merkte schnell, was für ein Glück es eigentlich war, den ersten Studiengang in Deutschland überhaupt gewählt zu haben, der sich intensiv mit dem Thema Social Media auseinander setzt.
Bereits im vierten Semester fiel dann die Entscheidung eine eigene Agentur zu gründen und sich selbstständig zu machen. Nach meinem Praxissemester bei Hansjörg Zimmermann (Internet-Marketing-Pionier und Gründer der argonauten) schlossen sich drei weitere Kommilitonen an und wir waren plötzlich Studenten und geschäftsführende Gesellschafter zugleich. Wir entwickelten unser Start-Up schnell weiter und das kam anscheinend ganz gut an. Schnell hatten wir erste größere Kunden, u.a. betreuten wir LE CROBAG im Bereich Social Media, was sich später noch auf weitere Kanäle erweiterte. Vielleicht war diese Diversifikation dann auch der entscheidende Fehler für eine so junge Agentur und wir entschieden uns getrennte Wege zu gehen.
Die Entscheidung, mit Leuten die so ticken wie ich, eine Agentur zu führen, blieb bestehen. Im Juni 2011 war es dann so weit und Magnus, Sebastian und ich gründeten das Digitalkonsulat.

Ich bin ein großer Musikfan und höre am liebsten gute Musik. ;-) Für mich bedeutet das, vor allem Legenden, wie Marvin Gaye, Al Green, Aaron Neville oder Isaac Hayes durch meine Lautsprecher zu lauschen. Auch bei Conscious Rap und Minimal Techno entzücken sich meine Ohren.
In meiner Freizeit bin ich für Sport (Tennis, Basketball) und für das Fotografieren zu begeistern. Nebenher bin ich wahrscheinlich der größte Borussia Dortmund Fan nördlich der Elbe, auch wenn meine Groundhopping-Karriere, aufgrund von mangelnder Zeit (ihr kennt es alle), eigentlich schon geendet hat, bevor sie richtig begonnen hat.
Meine Heimat habe ich in Eimsbüttel gefunden. Hier bin ich weit fern von Mocha Light Frappuccino und trotzdem mitten im Leben. Ich schätze einfach den gemeinschaftlichen Umgang der Menschen und eine ganz besondere Sache, die vielen Leuten anscheinend abhanden gekommen ist: Netter Service und gute Beratung. Keine Halbwissenden, die mir weniger von meiner Stereo-Anlage erzählen können, als Google in zehn Sekunden. Sondern Fachleute, die lieben, was sie tun. Ein tolles Gefühl so beraten zu werden und genau dieses Gefühl, möchte ich auch unseren Kunden vermitteln. Eine gut durchdachte und individuelle Lösung für jede Aufgabe, die an uns gerichtet wird.
Meine Aufgabe im Digitalkonsulat ist die des Creative Director. Ich hänge quasi irgendwo zwischen HTML und PSD, Balsamiq und Keynote, brauche Verständnis für Entwickler und Grafiker und präsentiere meine Ideen auch gerne einmal beim Kunden. Ich mag die Abwechslung in dieser Position und besonders das Entwickeln von Ideen. Ganz nach dem Motto: „Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hats gemacht.“
Autor: Alexander Wendt
